8. Sonstiges 
 
1970 bis 1981
 
Ab 21.9.1973 erhielt der Verein die Genehmigung, das Stadtwappen auf den Geschäftspapieren zu führen.
Am 29.10.1974 musste der Verein einen großen Verlust hinnehmen, denn unser Schützenhaus fiel einem Schadenfeuer zum Opfer. Es konnte nichts mehr gerettet werden, alles Inventar verbrannte. Die Brandursache konnte nie ermittelt werden. Nun waren wir über Nacht arm geworden und mussten für das KK- Schießen eine neue Bleibe suchen. Ausweichstände fanden wir bei der Bundeswehr. Es wurde beschlossen, einen Behelfsschießstand neu zu bauen.
Am 4.9.1976 fand erstmals ein Stadtpokalschießen mit Luftgewehr im Saale Ebeling statt.
Der neue Behelfsschießstand wurde im Mai 1977 in Betrieb genommen.
Am 19.5.1977 zu Himmelfahrt fand erstmalig das Ernst- Bockschieß- Gedächtnisschießen mit KK- Gewehr und Pistole, je fünf Schuss, statt. Dieses Schießen findet bis heute jedes Jahr statt und zwar am Himmelfahrtstag. Der KK- Stand wurde nur provisorisch aufgebaut, denn unser Ziel war, einen neuen und größeren Schießstand zu bauen. In 1978 war die polizeiliche Genehmigung erloschen und von Seiten der Behörden wurden große Auflagen gefordert.
Der Verein entschloss sich daher, einen neuen und modernen Stand mit Schützenhaus zu bauen. Als Grundkapital standen uns 21.000,- DM von der Feuerversicherung zur Verfügung aus dem Brandschaden des alten Schützenhauses.
Bei der Jahreshauptversammlung wurde Walter Krause zum 1. Vorsitzenden gewählt und übernahm ab 1977 die Vereinsführung. Sein Hauptanliegen war, für den Nachwuchs eine stärkere Jugendabteilung aufzubauen und außerdem ein neues Schützenhaus zu planen.
Von nun an wurde viel geplant und Erkundigungen eingezogen, wie unser neues Schützenhaus aussehen soll. Es wurden viele Vorschläge und Wünsche vorgebracht, bis man die Ideallösung fand.
Es wurde unser Vereinsmitglied uns Architekt Jatsch beauftragt, eine Zeichnung für den Neubau nach Wünschen für den Verein anzufertigen. Von nun an bekam der 1. Vorsitzende Walter Krause sehr viel zu tun, um die erste Baugenehmigung über die Bühne zu bringen, und das zweite, was viel wichtiger war, die Finanzierung des Projektes sicherzustellen. Es gab viele Rückfragen von Seiten der Baubehörde und einige Abänderungen für die Statik und Zeichnung.
Auch musste der 1. Vorsitzende viele Wege der Finanzierung bei Stadt, Kreis, Sportbund bis nach Wiesbaden gehen. Bewilligung der Gelder und Bezuschussung sollen in 1979 erfolgen. Dies wurde dem Verein mitgeteilt. Die Freude war groß, als die Baugenehmigung erteilt wurde und die Finanzierung klar war.
So konnte die Grundsteinlegung für den 1. Bauabschnitt im August 1980 erfolgen.
Der Kellerraum konnte noch durch die Baufirma Norbert Feldpausch in 1980 fertig gestellt werden.
Im Frühjahr 1981 ging der Weiterbau sehr zügig voran. Am 12.6.1981 konnten wir schon das Richtfest feiern. Eine Teilinbetriebnahme erfolgte noch Ende 1981.
Unsere Jahreshauptversammlung konnten wir erstmalig in der Vereinsgeschichte in den eigenen Räumen abhalten.
Außer Kellergeschoss und Zimmererarbeiten wurde alles in Eigenarbeit der Mitglieder errichtet. Hier muss festgestellt werden, dass ein großer Arbeitseifer der Mitglieder vorhanden war, wenn auch hier und da kleine Schwierigkeiten auftraten.
 
© Schützenverein
„Horrido“ 1890 e. V. Stadtallendorf
Zusammengestellt von Erich Feldpausch
Niedergeschrieben von Kirsten Ruckat
Bearbeitung und Druck: Peter Schick